Terrazzo Geschichte

Der Terrazzo ist (seit der Antike) eine Steingusstechnik, welche nach Entwürfen, Formen und Farben aus mineralischen Werkstoffen fugenlos verarbeitet werden und durch seine Zusammensetzung aus Zement und Gesteinszuschlägen eine Steinstruktur bildet.

Ein terrazzoähnlicher Estrich aus geschliffenem Kalk ist schon vor der “Vorkeramischen Periode der Jungsteinzeit A“ in Göbekli Tepe bereits 11000 v. Chr. nachweisbar.

Von den Bewohnern in Nordmesopotamien wurde dieses Wissen an die Griechen überliefert. Plinius der Ältere beschreibt den “opus signum“ als Vater des Terrazzo und vermutet dessen Herkunft in der griechischen Kultur. Zur Zeit des altrömischen Reichs fand die Technik mit Kalkmörtel oder Lehm dauerhafte Fußböden herzustellen Eingang in die Handwerkskunst bei römischen Mosaiklegern.

Es gibt eine unbelegte Theorie dafür, dass seine Zusammensetzung und das Fehlen von dekorativen Elementen von der ursprünglichen Verarbeitung des “pavimentum barbaricum“, welcher aus zufällig angeordneten Splittern und Flußkiesel besteht, hindeutet. Plinius d. Ä. unterscheidet zwischen “pavimenta“ (v. griech. παιεν, pav “Schlag“ und v. lat. pavire, “schlagen“) und “lithostrota“ (v. griech. Λίθος, líthos, “Stein“ und v. lat. stratum, “Streuung“) , wobei erster aus jeder Art “opus signium“, welcher aus Mörtel mit eingestampften Ziegelstücken und Marmorsplittern und letzterer aus mit Anordnungen kleiner Steinfragmente, besteht.

Auf italienischem Territorium wurde der Bodenbelag “opus signium“ mit gebrochenen Kacheln und Kalkmörtel hergestellt, was ihm ein rosa Aussehen verlieh und deswegen er auch unter dem Begriff “pavimentum testaceum“ und mit Marmorsplittern als Zuschlag als “opus segmentatum“ bekannt war. Ein Beispiel für “opus segmentatum“, welches im 1. Jahrhundert nach Chr. hergestellt wurde, ist in der Kathedrale von Aquileia noch heute auf dem untersten Gebäudeniveau zwischen Basilika und Kirchturm zu begutachten.

Der auch als (v. Lat opus tessellatum, ) oder nur (v. lat. vermiculatum) bezeichnete Mosaikboden erreichte seine Hochzeit zu Ende des Römischen Reiches im frühen Christentum zur byzantinischen Epoche. Das Ende des Römischen Reichs markiert den Niedergang dieser Handwerkskunst und überdauert kaum nachvollziehbar über viele Jahrhunderte bei den Friauli, welche in der italienischen Renaissance diese an Mosaiken reiche Fußbodenfertigung mit den Venezianern und Künstlern aus der Provinz Veneziens zur heutigen Berühmtheit weiter entwickelten.

Der Begriff “Terrazzo“ wurde in Italien geprägt, wo dieses Handwerk eine besondere Blüte erlangte. In Italien selbst wird Terrazzo dort unter dem Namen “battuto di terrazzo alla veneziana“, “terrazzo alla veneziana“ oder schlicht “battuto“ (v. ital. battere, “schlagen“) in noch weitere Arten unterteilt.

Das Fugenlose verleiht dem Terrazzo seinen besonderen Charakter.

Der traditionelle Terrazzo besteht aus einem Bindemittel wie Zement und ausgesuchten Zuschlägen und gegebenenfalls Pigmenten, um die Farbigkeit zu bestimmen.

Terrazzo ist emissionsfrei und belastet die Umwelt in keiner Weise mit Schadstoffen. Neben homogenen Flächen gibt es auch aufwendiger gearbeitete Objekte und Flächen, in denen verschiedene Felder und Muster aus Mosaiksteinen eingearbeitet werden.

Nach dem Aushärten wird er diamantgeschliffen und poliert bis er seinen Steinglanz erreicht hat. Terrazzo eignet sich wegen der guten Wärmeleitfähigkeit sehr gut zum Einbau von Fußboden-Heizungen. Auf Grund hervorragender Gebrauchseigenschaften wie lange Lebensdauer, leichte Pflege und Hygiene, ist der Terrazzo als Nutzstein zu schätzen, und beispielsweise in Krankenhäusern, in Betrieben der Lebensmittelherstellung, der pharmazeutischen Industrie usw. vorzufinden.

Um 1900 war der Terrazzo wieder ein beliebtes Material für Fußböden in Küchen und Hauseingängen. Durch das Anfertigen von Platten kann der Terrazzo als Bodenplatte verlegt werden und nach Sondergrößen wie Arbeitsplatten gefertigt werden.

Er bietet sich an für Bodenbeläge, Platten, Fliesen und Formenteile in allen Lebens- und Arbeitsbereichen.

Da der Terrazzo und sein Erscheinungsbild zeitlos sind, werden die Eigenschaften und Anwendungen regelmäßig geprüft, so dass mit dem heutigen technologischen Fortschritt weiterführende Qualitäten untersucht werden. Durch Dichtigkeit und Oberflächenqualität ist er problemlos durch seine hohe Festigkeit und Dauerhaftigkeit als Formenteil für den Außenbereich einsetzbar.

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